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CAFM System für FM

Auftraggeber
Veröffentlicht
03.06.2026
Angebotsfrist
Der öffentliche Auftraggeber beabsichtigt die Vergabe eines Auftrags zur Einführung und Implementierung eines Computer-Aided Facility Management (CAFM)-Systems als Software as a Service (SaaS) im Rahmen eines strukturierten Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb. Ziel des Vergabeverfahrens ist es, eine wirtschaftlich und technisch geeignete Lösung zu beschaffen, die die organisatorischen, betrieblichen und digitalen Anforderungen des Auftraggebers nachhaltig unterstützt. Das Verfahren wird unter Beachtung der vergaberechtlichen Grundsätze der Transparenz, Gleichbehandlung und Wettbewerbsförderung durchgeführt. Diese Auftragsbekanntmachung dient der formellen Information potenzieller Wirtschaftsteilnehmer über Gegenstand, Ablauf und Teilnahmebedingungen des Verfahrens.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
03.06.26
Fragenfrist
08.07.26
Teilnahmefrist
17.07.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Vertragsart
Rahmenvereinbarung
Geschätzter Wert
55.000 €
Erfüllungsort
Ludwigshafen am Rhein, Deutschland
Vertragslaufzeit
3 Tage
KMU geeignet
Ja
E-Mail
sven.fechner@hwg-lu.de
Freischalten
Telefon
+49 6215203-285
Freischalten
Website
http://www.hwg-lu.de
Freischalten

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit ist nachzuweisen. Hierzu können Angaben zum Mindestjahresumsatz von EUR Mio 2 per anno in den letzten drei Jahren

  • Die technische und berufliche Leistungsfähigkeit ist durch geeignete Referenzprojekte nachzuweisen. Mindestens drei CAFM-Kunden aus dem Universitären Umfeld (bevorzugt) oder von anderen Bildungseinrichtungen.

  • Benennung und Qualifikation des vorgesehenen Schlüsselpersonals gemäß Lastenheft

  • Beschreibung der vorgesehenen Implementierungsmethodik, Qualität des Vorgehensmodells

  • Darüber hinaus sind Angaben zur Befähigung im Bereich Informationssicherheit und Datenschutz vorzulegen / nachzuweisen.

  • Die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit ist nachzuweisen. Hierzu können Angaben zum Mindestjahresumsatz von EUR Mio 2 per anno in den letzten drei Jahren

Zuschlagskriterien

  • Total Cost of Ownership, TCO: Unter dem Kriterium "Preis" bewertet der Auftraggeber das Gesamtkostenbild (Total Cost of Ownership, TCO) über den definierten Betrachtungszeitraum von [] (z. B. Vertragslaufzeit inkl. Optionen). Bewertet wird nicht nur ein einzelner Preiswert, sondern die Vollständigkeit, Transparenz und Plausibilität der Kostenstruktur. Der Auftraggeber erwartet, dass alle relevanten Kostenbestandteile nachvollziehbar ausgewiesen sind, z. B. Lizenz-/Nutzungsentgelte, Implementierungsleistungen, Hosting (sofern relevant), Support- und Wartungskosten, Update-/Releaseleistungen, Schulungen, Schnittstellenleistungen, Datenmigration, Reise- und Nebenkosten sowie etwaige wiederkehrende Betriebskosten - jeweils in der im Preisschema vorgegebenen Struktur. Ein Angebot kann preislich nachteilig bewertet werden, wenn Positionen unklar, konditional, unvollständig oder nicht prüffähig sind, wenn Kosten in unpassenden Positionen "versteckt" werden oder wenn wesentliche Annahmen nicht transparent gemacht werden. Der Auftraggeber kann im Rahmen vergaberechtlich zulässiger Aufklärung Plausibilisierungen anfordern, insbesondere wenn eine ungewöhnlich niedrige Preisgestaltung vorliegt oder die Preisstruktur nicht mit dem technischen und organisatorischen Angebot konsistent erscheint.

  • Technische Qualität der Lösung: Unter diesem Kriterium bewertet der Auftraggeber, wie gut die angebotene CAFM-Lösung die funktionalen, technischen und betrieblichen Anforderungen erfüllt. Dabei geht es nicht nur um die Behauptung der Erfüllung, sondern um die Qualität der Ausprägung: Wie robust ist die Systemarchitektur, wie gut ist die Konfigurierbarkeit ohne Customizing, wie nachvollziehbar ist das Datenmodell, wie gut unterstützt die Lösung Schnittstellen und Integrationen, und wie skalierbar ist die Lösung bei steigender Nutzerzahl, zunehmender Objektanzahl oder wachsendem Funktionsumfang. Integrationsfähigkeit umfasst insbesondere die Fähigkeit, mit den in der Ausschreibung genannten Systemen zusammenzuwirken und dabei Sicherheit, Performance und Stabilität zu gewährleisten. Die Bewertung bezieht auch die technische Umsetzbarkeit im Zielumfeld ein, inklusive Betriebs- und Sicherheitsarchitektur (z. B. Authentifizierung/SSO, Rollen- und Berechtigungskonzept, Protokollierung, Mandantenfähigkeit, API-Design).

  • Implementierung und Projektansatz: Hier bewertet der Auftraggeber die Fähigkeit des Bieters, das CAFM-System strukturiert, risikoarm und termingerecht einzuführen. Bewertet werden unter anderem die Methodik (z. B. agile/hybride Vorgehensmodelle), Projektgovernance und Rollenmodell, Ressourcenplanung (inklusive Schlüsselrollen und Verfügbarkeiten), Risikomanagement, Quality Gates, Test- und Abnahmekonzept sowie das Vorgehen für Rollout und Go-Live. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Migrationsstrategie für Stammdaten, Bewegungsdaten und Dokumente, einschließlich Datenbereinigung, Mapping, Validierung und Reconciliation-Ansätzen. Der Auftraggeber bewertet positiv, wenn der Projektansatz realistische Annahmen enthält, Abhängigkeiten transparent macht (z. B. Zuarbeiten des Auftraggebers, Schnittstellenverfügbarkeit, Datenqualität), klare Meilensteine und Entscheidungswege vorsieht und eine nachvollziehbare Stabilisierung ("Hypercare") nach Go-Live einplant. Angebote, die nur generische Projektphrasen enthalten, ohne konkret auf das Umfeld und die Risiken eines CAFM-Rollouts einzugehen, werden entsprechend schwächer bewertet.

  • Usability und Performance in der Demonstration: Dieses Kriterium bewertet die praktische Nutzbarkeit der Lösung im FM-Alltag sowie die Qualität der Demonstration. Grundlage ist ein definierter Demonstrationsleitfaden mit Szenarien und Use Cases [Flächenmanagement, Instandhaltung, Service Desk, Mobile Working, Konfiguration], der sicherstellen soll, dass alle Bieter entlang vergleichbarer Prozessketten bewertet werden. Bewertet wird, ob Kernprozesse logisch, effizient und nachvollziehbar abgebildet werden, ob die Benutzeroberfläche klar strukturiert ist, ob Rollen- und Berechtigungen in der Praxis funktionieren und ob die Lösung in der Live-Demo stabil und performant läuft. Der Auftraggeber berücksichtigt dabei auch, wie gut typische Nutzergruppen (z. B. FM-Administration, Service Desk, Techniker, Objektverantwortliche, Reporting-Nutzer) unterstützt werden, ob Eingaben und Navigation intuitiv sind und ob die Lösung die operative Zusammenarbeit erleichtert.

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Eignungskriterien89 KB24 Seiten
Preisblatt42 KB2 Tabellen
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